Atari 800XE - mein aktueller Atari

Vor einigen Jahren besaß ich zwei Commodore 64 mit passenden Floppys, also tauschte ich einen dieser Commodore 64 inkl. einer Commodore 1541 Floppy gegen einen Atari 800XE mit Atari XF551 ein. Den Atari 800 XE gab es auch unter der Bezeichung Atari 65 XE. Man musste den Namen für den osten Europas wegen markenrechlichen Probemen von 65XE auf 800XE ändern. Die XE-Produktlinie wurde optisch der neuen 16-Bit-Generation ( Atari ST ) angepasst und sollte den Verkauf nochmal vor der endgültigen Produktionseinstellung der 8-Bit-Ataris ankurbeln. Zwar wäre mir damals einen Atari 800XL + Atari 1050 lieber gewesen, aber heute find ich das Design der XE-Serie auch sehr gelungen wenn nicht sogar schöner. Die XF551 verkaufte ich später und besorgte mir eine Atari 1050 weil mich die Tatsache, das die Atari XF551 ohne Umbau nur eine Diskettenseite benutzen konnte, ziemlich gestört hatte. Diese Floppy fragte das sich auf jeder 5,25"-Diskette befindliche Index-Loch ab und war natürlich verschlossen, sobald man die Diskette mit der Vorderseite nach unten einlegte. Dieses Problem kann man mit einem Umbau umgehen und heute würde ich die XF551 entsprechend modifizieren, aber damals wusste ich es einfach nicht besser und es ärgert mich auch ein bischen denn die Atari XF551 ist heute recht selten.

Technisch ist der Atari 800XE fast mit dem Atari 800XL identisch. Es gibt nur kleine Unterschiede wie beispielsweise ein Chrominanz- und Luminanz-Signal an der Monitor-Buchse des Atari 800XE, womit man mittels speziellen S-Video-Kabels ein besseres Bild auf modernen TFT-Fernseher bringen kann. Ich habe mir ein fertiges, professionell hergestelltes Kabel in England bestellt, aber man kann es sich auch leicht selbst löten, nur haben mir dazu leider die passenden Bauteile gefehlt.

Mit relativ wenig Aufwand kann man den Atari 800XE zu einem Atari 130XE umbauen und seinen Speicher auf 128KByte erweitern. Nur interessieren mich auf dem 8-Bitter nur die alten Spiele und ein Umbau wäre relativ sinnfrei, denn ich kenne kein älteres Atari-Spiel was den höheren Speicher von 128 KByte nutzen würde. Zudem kann man nicht direkt auf die kompletten 128 KByte zugreifen, sondern nur über sogenanntes Bankswitching, was heißt das man der Software mitteilen muß auf welcher der beiden 64KByte-Banken sich die gerade benötigten Daten befinden oder wo sie gespeichert werden sollen. Diese Technik wurde aber selten genutzt, wahrscheinlich weil man die Programme/Spiele einer breiteren Masse zugänglich machen wollte und nicht nur den Atari 130 XE besitzern.

Zwar besitzen ich eine Atari 1050 Floppy, aber habe ich heute eigentlich keine Lust mehr auf die unmengen an Disketten die man üblicherweise hat. Deshalb habe ich mir über das ABBUC-Forum ein Bausatz für ein SIO2SD besorgt und bin sehr zufrieden damit. Das SIO2SD ist ein Floppy-Ersatz, der es erlaubt SD-Karten als Datenträger zu benutzen. Eine genaue Beschreibung habe ich unter Retro Computer > Atari 800XE - Mein aktueller Atari > SIO2SD Atari 8Bit Floppy-Ersatz.